Bruce Springsteen: Born in the USA
Mit “Born in the USA” (1984) wird Springsteen endgültig zum Superstar. Er setzt sich in dem Album gegen den Vietnamkrieg und für soziale Randgruppen ein. Geschadet hat ihm sein politschweres Stück nicht, das Album kletterte schnell die Charts nach oben und war eine der bestverkauften Platten der Rockgeschichte, die mit einer sagenhaften Welttournee verbunden war. Das Album hielt sich über zwei Jahre in den englischen und amerikanischen Charts. Kurz nach der Veröffentlichung von “Born in the USA” trat Patti Scialfa als Mitglied der E-Street-Band bei.
Auf der Höhe seiner Karriere angelangt sucht Springsteen auch nach dem privaten Glück und heiratete im Mai 1985 die Schauspielerin Julianne Philips.
Jahrelang hatte sich Springsteen gegen die Veröffentlichung von Konzertmitschnitten gesträubt, 1986 erschien dennoch nach langem Zögern unter dem Titel “Live 1975/85″ eine Sammlung aus 40 Titeln, die einen repräsentativen Einblick in das breite Spektrum seines musikalischen Schaffens gewähren.
Mit “Tunnel of Love” erscheint das erste Album, dass nicht mit der kompletten E-Street-Band eingespielt wurde, die Band begann zu bröckeln. Die Tournee zu dem 1988 erschienenen Album brachte Springsteen zum ersten Mal nach Ostberlin. Auf der Basis einer Einladung der FDJ brachte Bruce Springsteen am 19. Juli 1988 in seinem legendäre Konzert in der damals noch geteilten Stadt das Publikum zum kochen. Ca. 160.000 begeisterte Zuschauer, zumeist in schicken blauen FDJ-Hemdchen hatten sich auf dem Gelände der Radrennbahn Berlin Weißensee zusammengefunden und sangen aus voller Kehle “Born in the USA”, sicherlich ein Erlebnis der ganz besonderen Sorte für den “Boss”.
Bruce Springsteen engagierte sich weiterhin politisch, so ging er ebenfalls 1988 mit Künstlern wie Sting, Peter Gabriel und Tracy Chapman zu Gunsten der Menschenrechtsorganisation Amnesty International auf eine Benefiztournee.
